Team der MARE MED Chirurgie Gunstmann
0431 97995 380
keine Sprechstunde, Herbstferien bis 25. Oktober.

MARE MED Chirurgie Gunstmann

Ihr chirurgischer Ansprechpartner im MARE MED Praxisverbund in Kiel und Kronshagen. Wir behandeln unsere Patientinnen und Patienten ambulant und stationär und legen besonderen Wert auf schonende und minimalinvasive Operationsverfahren.

Standorte & Sprechzeiten

Unsere chirurgischen Sprechstunden finden an zwei Standorten statt: in Kiel-Hörn und im MARE Klinikum in Kronshagen. Bitte vereinbaren Sie für die Sprechstunde einen Termin.

Kronshagen – MARE Klinikum

MARE Klinikum in Kronshagen

MARE MED Chirurgie Gunstmann
MARE Klinikum
Eckernförder Straße 219
24119 Kronshagen

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Montag: 11–16 Uhr
Operationen vor der Sprechstunde

Mittwoch: 14–16 Uhr
Operationen vor der Sprechstunde

Donnerstag: 9 - 16 Uhr

Freitag: Operationstag
keine Sprechstunde

Kiel-Hörn – Germania Arkaden

Germania Arkaden in Kiel-Hörn

MARE MED Chirurgie Gunstmann
Germania Arkaden
Zur Helling 1
24143 Kiel

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Dienstag: 9 - 16 Uhr

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Für planbare Termine bitten wir Sie, bevorzugt unsere Online-Terminvereinbarung zu nutzen. Die dort angezeigten Termine entsprechen unserem aktuellen Angebot. Durch einen Anruf können wir Ihnen in der Regel keinen früheren regulären Termin anbieten.

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  • Rund um die Uhr: Termine jederzeit buchen, verschieben oder absagen.
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Datenschutz: Die Online-Buchung erfolgt über arzt-direkt mit verschlüsselter Übertragung. Die Termine werden in unserem Praxisverwaltungssystem auf unserem lokalen Server verwaltet. Weitere Einzelheiten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Akute chirurgische Notfälle

Bei akuten Beschwerden wie frischen Knochenbrüchen oder Abszessen erhalten Sie kurzfristige Termine telefonisch unter 0431 97995 380 .

Dringende Termine über Ihre Hausarztpraxis

Stellt Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt die medizinische Dringlichkeit fest, kann über einen Hausarztvermittlungsfall direkt ein kurzfristiger Termin mit unserer Praxis vereinbart werden – häufig noch am selben Tag.

Behandlungen

Unser Behandlungsspektrum

Hier finden Sie eine Auswahl der Erkrankungen und Verletzungen, die wir untersuchen und behandeln, sowie der Operationen, die wir durchführen.

Leistenbruch

Was ist ein Leistenbruch?

Ein Leistenbruch (Leistenhernie) entsteht an einer Schwachstelle der Bauchwand im Bereich des Leistenkanals. Durch diese Schwachstelle kann sich Bauchfell nach außen vorwölben und einen sogenannten Bruchsack bilden. Dieser kann Fettgewebe, in manchen Fällen aber auch Anteile des Darms enthalten.

Leistenbrüche treten bei Männern deutlich häufiger auf als bei Frauen. Sie können angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln.

Welche Beschwerden kann ein Leistenbruch verursachen?

Typisch ist eine sicht- oder tastbare Vorwölbung in der Leiste, die beim Stehen, Husten oder bei körperlicher Belastung deutlicher werden kann. Vielleicht bemerken Sie lediglich ein Druck- oder Fremdkörpergefühl; möglich sind aber auch ziehende oder belastungsabhängige Schmerzen. Bei Männern können die Beschwerden bis in den Hodensack ausstrahlen.

Die Größe Ihres Leistenbruchs sagt dabei nicht unbedingt etwas über die Stärke Ihrer Beschwerden aus.

Ist ein Leistenbruch gefährlich?

Ein Leistenbruch verschließt sich bei Erwachsenen nicht von selbst. In seltenen Fällen können Darm oder anderes Gewebe im Bruch eingeklemmt werden. Eine solche Einklemmung kann eine dringliche oder notfallmäßige Operation erforderlich machen.

Treten bei Ihnen plötzlich starke Schmerzen, eine schmerzhafte und nicht mehr zurückdrückbare Vorwölbung, Übelkeit oder Erbrechen auf, sollten Sie dies umgehend ärztlich abklären lassen.

Wie wird die Diagnose gestellt?

In den meisten Fällen lässt sich ein Leistenbruch bereits durch das Gespräch und die körperliche Untersuchung sicher feststellen. Ergänzend führen wir bei Bedarf eine Ultraschalluntersuchung durch. Nur bei unklaren Befunden sind weiterführende Untersuchungen erforderlich.

Muss jeder Leistenbruch operiert werden?

Nicht jeder Leistenbruch muss unmittelbar operiert werden. Wenn Sie als Mann einen kleinen, wenig oder gar nicht symptomatischen Leistenbruch haben, kann unter bestimmten Voraussetzungen zunächst ein beobachtendes Vorgehen sinnvoll sein.

Bei Beschwerden, einer Größenzunahme oder Einschränkungen im Alltag empfehlen wir in der Regel die operative Versorgung. Bei Frauen ist wegen der häufiger vorkommenden Schenkelhernien eine andere Beurteilung erforderlich.

Welche Behandlung in Ihrem individuellen Fall sinnvoll ist, besprechen wir nach der Untersuchung gemeinsam mit Ihnen.

Wie wird ein Leistenbruch operiert?

Für die operative Behandlung eines Leistenbruchs stehen offene und minimalinvasive Operationsverfahren zur Verfügung. Wir führen beide Verfahren durch, bevorzugen heute jedoch bei geeigneten Patientinnen und Patienten deutlich häufiger die minimalinvasive Versorgung.

Wir operieren sowohl mit der TAPP-Technik (transabdominelle präperitoneale Hernienoperation) als auch mit der TEP-Technik (total extraperitoneale Hernienoperation). Bei beiden Verfahren wird die Schwachstelle Ihrer Bauchwand über kleine Zugänge mit einem großflächigen Kunststoffnetz stabilisiert.

Die minimalinvasiven Verfahren bieten insbesondere Vorteile durch geringere postoperative Schmerzen und eine schnellere Erholung. Dadurch können Sie häufig früher in Ihren normalen Alltag zurückkehren. Auch die Rückkehr in Beruf und sportliche Aktivität ist in der Regel früher möglich. Ein weiterer wichtiger Vorteil ist das geringere Risiko anhaltender chronischer Leistenschmerzen.

Hinsichtlich des Wiederauftretens eines Leistenbruchs erreichen die modernen minimalinvasiven Verfahren bei fachgerechter Durchführung sehr niedrige Rezidivraten.

Die offene Operation, insbesondere die bewährte Lichtenstein-Technik, hat dennoch weiterhin ihren Stellenwert und wird von uns eingesetzt, wenn sie aufgrund Ihres Befundes oder Ihrer individuellen Voraussetzungen die sinnvollere Methode ist.

Welches Operationsverfahren für Sie die größten Vorteile bietet, entscheiden wir nach Untersuchung und persönlicher Beratung gemeinsam mit Ihnen.

Minimalinvasive Leistenbruchoperation (TAPP) – von innen gesehen

Die folgenden Aufnahmen zeigen die Versorgung eines Leistenbruchs aus der Sicht der Bauchspiegelung.

Leistenbruch bei einer laparoskopischen Operation
1. Leistenbruch
Blick auf die Bruchpforte von der Bauchhöhle aus.
Netzimplantation bei einer minimalinvasiven Leistenbruchoperation
2. Netzversorgung
Das Netz überdeckt die Schwachstelle der Bauchwand großflächig.
Eingeheiltes Netz nach einer Leistenbruchoperation
3. Nach der Einheilung
Bei einer späteren Bauchspiegelung ist das eingeheilte Netz praktisch nicht mehr sichtbar.

Ambulant oder stationär?

Viele Leistenbruchoperationen können ambulant durchgeführt werden. Ob für Sie eine ambulante oder stationäre Behandlung sinnvoll ist, hängt vom Operationsverfahren, von Begleiterkrankungen und von Ihrer individuellen Situation ab.

Wir führen sowohl ambulante als auch stationäre Leistenbruchoperationen durch.

Was ist nach der Operation erlaubt?

Eine längere allgemeine körperliche Schonung ist nach einer unkomplizierten Leistenbruchoperation heute meist nicht erforderlich. Alltägliche Bewegung ist frühzeitig erwünscht. Sie können Ihre Belastung abhängig vom Operationsverfahren und Ihrem individuellen Verlauf schrittweise steigern.

Konkrete Empfehlungen zu Sport, schwerem Heben, Autofahren und Arbeitsfähigkeit erhalten Sie von uns passend zu Ihrem Eingriff und Ihrer beruflichen Belastung.

Untersuchung und Beratung

Ob bei Ihnen tatsächlich ein Leistenbruch vorliegt und ob eine Operation sinnvoll ist, lässt sich am besten durch eine persönliche Untersuchung klären. Dabei besprechen wir auch, welches Operationsverfahren für Sie geeignet ist und ob der Eingriff ambulant oder stationär erfolgen kann.

Nabelbruch

Was ist ein Nabelbruch?

Ein Nabelbruch (Nabelhernie) entsteht an einer Schwachstelle der Bauchwand im Bereich des Bauchnabels. Durch diese Lücke kann sich Bauchfell nach außen vorwölben und einen Bruchsack bilden. Dieser kann Fettgewebe, in manchen Fällen aber auch Anteile des Darms enthalten.

Bei Erwachsenen kann ein Nabelbruch im Laufe des Lebens entstehen oder auf einer bereits vorhandenen Schwachstelle im Bereich des Nabels beruhen. Begünstigt werden kann er unter anderem durch eine erhöhte Belastung der Bauchwand.

Welche Beschwerden kann ein Nabelbruch verursachen?

Häufig bemerken Sie zunächst eine Vorwölbung im Bereich des Bauchnabels. Diese kann beim Husten, Pressen oder bei körperlicher Belastung deutlicher hervortreten.

Ein Nabelbruch kann völlig beschwerdefrei sein. Möglich sind aber auch ein Druckgefühl, eine lokale Empfindlichkeit oder Schmerzen, insbesondere bei körperlicher Belastung.

Ist ein Nabelbruch gefährlich?

Ein Nabelbruch verschließt sich bei Erwachsenen in der Regel nicht von selbst. In seltenen Fällen kann Gewebe im Bruch eingeklemmt werden. Befinden sich Darmanteile im Bruchsack, kann daraus eine dringliche Behandlungssituation entstehen.

Wenn eine Vorwölbung plötzlich stark schmerzt, sich nicht mehr zurückdrücken lässt oder zusätzlich Übelkeit oder Erbrechen auftreten, sollten Sie sich umgehend ärztlich untersuchen lassen.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Meist lässt sich ein Nabelbruch bereits durch die körperliche Untersuchung sicher feststellen. Dabei beurteilen wir insbesondere die Größe der Bruchlücke und die Beschaffenheit Ihrer Bauchwand.

Bei Bedarf ergänzen wir die Untersuchung durch Ultraschall. Weiterführende bildgebende Untersuchungen sind nur bei besonderen oder unklaren Befunden erforderlich.

Muss jeder Nabelbruch operiert werden?

Nicht jeder kleine und beschwerdefreie Nabelbruch muss unmittelbar operiert werden. Ob eine Operation sinnvoll ist, hängt unter anderem von der Größe des Bruches, Ihren Beschwerden, einer möglichen Größenzunahme und Ihren individuellen Voraussetzungen ab.

Wenn Ihr Nabelbruch Beschwerden verursacht, größer wird oder Sie im Alltag oder bei körperlicher Belastung beeinträchtigt, kann eine operative Versorgung sinnvoll sein.

Welche Vorgehensweise für Sie geeignet ist, besprechen wir nach der Untersuchung gemeinsam mit Ihnen.

Wie wird ein Nabelbruch operiert?

Die geeignete Operation richtet sich vor allem nach der Größe des Bruches, der Beschaffenheit Ihrer Bauchwand und Ihren individuellen Voraussetzungen.

Kleine Nabelbrüche können in geeigneten Fällen durch eine direkte Naht verschlossen werden. Bei größeren Bruchlücken oder einer weniger stabilen Bauchwand kann die zusätzliche Verstärkung mit einem Kunststoffnetz sinnvoll sein, um die Bauchwand dauerhaft zu stabilisieren.

Wir führen Nabelbruchoperationen überwiegend über einen kleinen offenen Zugang (Mini-Open-Technik) durch. Dadurch können wir die Bruchlücke direkt darstellen und die Bauchwand gezielt rekonstruieren.

Wenn eine Netzverstärkung sinnvoll ist, wählen wir die Position des Netzes abhängig vom jeweiligen Befund. Häufig kann das Netz außerhalb der eigentlichen Bauchhöhle in Sublay-Position eingebracht werden.

Je nach Situation kommen auch andere Netzpositionen wie Mini-Open-IPOM, Inlay oder Onlay infrage.

Was bedeutet Mini-Open-IPOM?

Bei der Mini-Open-IPOM-Technik wird das Netz über einen kleinen direkten Zugang eingebracht und auf der Innenseite der Bauchwand in intraperitonealer Lage positioniert. Eine Bauchspiegelung ist dafür nicht erforderlich.

Damit lässt sich bei geeigneten Befunden eine Netzverstärkung über einen kleinen Zugang durchführen, ohne dass hierfür eine vollständige laparoskopische Operation notwendig ist.

Ist eine Bauchspiegelung beim Nabelbruch besser?

Eine Nabelbruchoperation kann grundsätzlich auch laparoskopisch durchgeführt werden. Dabei wird die Bauchhöhle eröffnet und das Netz in der Regel von innen an der Bauchwand positioniert.

Bei vielen kleineren Nabelbrüchen bietet dieses Verfahren jedoch keinen wesentlichen Vorteil gegenüber einer Mini-Open-Operation. Für eine vergleichsweise kleine Bruchlücke kann der laparoskopische Zugang sogar den größeren Eingriff darstellen.

Wir bevorzugen deshalb, wenn es Ihr Befund erlaubt, einen kleinen direkten Zugang zur Bauchwand. Eine laparoskopische Versorgung setzen wir gezielt bei Befunden ein, bei denen sie tatsächlich Vorteile bietet.

Mit oder ohne Netz?

Ob bei Ihnen ein Kunststoffnetz erforderlich ist, lässt sich nicht allein anhand der Diagnose „Nabelbruch“ entscheiden.

Entscheidend sind unter anderem die Größe der Bruchlücke, die Stabilität des umgebenden Gewebes und Ihre individuellen Voraussetzungen. Bei geeigneten kleinen Brüchen kann eine Nahtversorgung ausreichend sein. In anderen Situationen bietet eine Netzverstärkung eine stabilere Versorgung.

Wir legen deshalb nicht bereits vor der Untersuchung pauschal ein bestimmtes Operationsverfahren fest, sondern wählen gemeinsam mit Ihnen die für Ihren Befund geeignete Versorgung.

Ambulant oder stationär?

Viele Nabelbruchoperationen können ambulant durchgeführt werden. Ob für Sie eine ambulante oder stationäre Behandlung sinnvoll ist, hängt von der Größe und Art des Bruches, dem geplanten Operationsverfahren, Begleiterkrankungen und Ihrer individuellen Situation ab.

Wir führen sowohl ambulante als auch stationäre Nabelbruchoperationen durch.

Was ist nach der Operation erlaubt?

Alltägliche Bewegung ist nach einer unkomplizierten Nabelbruchoperation frühzeitig erwünscht. Wie schnell Sie Ihre Bauchwand wieder stärker belasten können, hängt insbesondere von der Größe des Bruches und der durchgeführten Rekonstruktion ab.

Konkrete Empfehlungen zu Sport, schwerem Heben, Autofahren und Arbeitsfähigkeit erhalten Sie von uns passend zu Ihrem Eingriff und Ihrer beruflichen Belastung.

Untersuchung und Beratung

Ob Ihr Nabelbruch operiert werden sollte und welches Verfahren für Sie geeignet ist, lässt sich am besten nach einer persönlichen Untersuchung entscheiden.

Dabei besprechen wir mit Ihnen auch, ob eine Nahtversorgung ausreicht, ob eine Netzverstärkung sinnvoll ist, welche Netzposition infrage kommt und ob der Eingriff ambulant oder stationär erfolgen kann.

Gallensteine

Was sind Gallensteine?

Gallensteine entstehen, wenn sich Bestandteile der Gallenflüssigkeit in der Gallenblase zu festen Ablagerungen verbinden. Sie können sehr klein sein, aber auch eine Größe von mehreren Zentimetern erreichen.

Viele Menschen haben Gallensteine, ohne davon etwas zu bemerken. Solange die Steine keine Beschwerden verursachen, ist in der Regel keine Behandlung erforderlich.

Welche Beschwerden können Gallensteine verursachen?

Typisch sind anfallsartige, teilweise sehr starke Schmerzen im rechten Oberbauch oder im Oberbauch. Die Schmerzen können in den Rücken oder die rechte Schulter ausstrahlen und von Übelkeit oder Erbrechen begleitet sein.

Solche Gallenkoliken entstehen häufig, wenn ein Stein den Ausgang der Gallenblase vorübergehend verschließt.

Manche Patientinnen und Patienten haben weniger typische Beschwerden wie wiederkehrende Oberbauchschmerzen, Druckgefühl oder Unverträglichkeiten nach bestimmten Mahlzeiten. Ob solche Beschwerden tatsächlich durch Ihre Gallensteine verursacht werden, muss individuell beurteilt werden.

Wann können Gallensteine gefährlich werden?

Gallensteine können zu einer Entzündung der Gallenblase führen. Gelangt ein Stein aus der Gallenblase in den Hauptgallengang, kann er dort den Abfluss der Gallenflüssigkeit behindern.

Mögliche Folgen sind eine Gelbsucht, eine Entzündung der Gallenwege oder eine Bauchspeicheldrüsenentzündung.

Bei anhaltenden starken Oberbauchschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, Gelbfärbung der Haut oder Augen sowie ausgeprägtem Erbrechen sollten Sie sich deshalb kurzfristig beziehungsweise notfallmäßig ärztlich untersuchen lassen.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Die wichtigste Untersuchung bei Verdacht auf Gallensteine ist die Ultraschalluntersuchung des Oberbauches. Damit lassen sich Gallensteine und Veränderungen der Gallenblase in den meisten Fällen zuverlässig erkennen.

Ergänzend können Blutuntersuchungen sinnvoll sein, insbesondere wenn der Verdacht auf eine Entzündung oder auf Steine in den Gallenwegen besteht.

Bei besonderen Fragestellungen können weitere Untersuchungen erforderlich sein. Welche Diagnostik bei Ihnen sinnvoll ist, richtet sich nach Ihren Beschwerden und dem Untersuchungsbefund.

Müssen Gallensteine immer operiert werden?

Nein. Werden Gallensteine zufällig entdeckt und verursachen sie keine Beschwerden, ist normalerweise keine Operation erforderlich.

Wenn Ihre Gallensteine jedoch typische Beschwerden wie Gallenkoliken verursachen oder bereits zu einer Entzündung oder anderen Komplikationen geführt haben, ist in der Regel die operative Entfernung der Gallenblase sinnvoll.

Ob Ihre Beschwerden tatsächlich von den Gallensteinen ausgehen und ob eine Operation empfehlenswert ist, besprechen wir nach der Untersuchung gemeinsam mit Ihnen.

Wie werden Gallensteine operiert?

Wenn eine Operation erforderlich ist, wird nicht nur der einzelne Gallenstein, sondern die Gallenblase mitsamt den darin befindlichen Steinen entfernt. Dieser Eingriff wird als Cholezystektomie bezeichnet.

Wir führen die Entfernung der Gallenblase nahezu ausschließlich minimalinvasiv durch Bauchspiegelung (laparoskopische Cholezystektomie) durch.

Über mehrere kleine Zugänge werden eine Kamera und feine Operationsinstrumente in die Bauchhöhle eingebracht. Die Gallenblase wird von ihren Verbindungen gelöst und anschließend über einen der kleinen Zugänge entfernt.

Die minimalinvasive Operation verursacht im Vergleich zur klassischen offenen Operation in der Regel weniger postoperative Schmerzen und ermöglicht eine schnellere Erholung und frühere Rückkehr in den Alltag.

Eine offene Operation über einen größeren Bauchschnitt ist heute nur noch in besonderen Situationen erforderlich.

Warum werden nicht nur die Steine entfernt?

Die Gallenblase ist der Ort, an dem sich die Gallensteine bilden. Würden lediglich die vorhandenen Steine entfernt und die Gallenblase belassen, könnten sich erneut Steine bilden.

Deshalb wird bei der Operation die Gallenblase mitsamt den darin befindlichen Steinen entfernt.

Kann man ohne Gallenblase normal leben?

Ja. Die Gallenflüssigkeit wird nicht von der Gallenblase, sondern von der Leber produziert. Die Gallenblase dient hauptsächlich als Speicher für diese Flüssigkeit.

Nach Entfernung der Gallenblase produziert Ihre Leber weiterhin Gallenflüssigkeit. Diese gelangt dann kontinuierlich über die Gallenwege direkt in den Darm.

Die meisten Menschen können deshalb nach Entfernung der Gallenblase dauerhaft normal essen. Eine besondere lebenslange „Gallendiät“ ist normalerweise nicht erforderlich.

Wie lange bleiben Sie im Krankenhaus?

Die laparoskopische Entfernung der Gallenblase führen wir in der Regel stationär mit ein bis zwei Übernachtungen durch.

Die Dauer Ihres Aufenthaltes richtet sich nach Ihrem individuellen Befund, dem Verlauf der Operation und Ihrer Erholung nach dem Eingriff.

Was ist nach der Operation erlaubt?

Nach einer unkomplizierten laparoskopischen Gallenblasenoperation ist alltägliche Bewegung frühzeitig erwünscht. Sie können Ihre körperliche Belastung anschließend schrittweise steigern.

Auch beim Essen ist normalerweise keine längerfristige besondere Diät notwendig. Unmittelbar nach der Operation kann es angenehm sein, zunächst kleinere und gut verträgliche Mahlzeiten zu wählen und die Ernährung anschließend nach Ihrem persönlichen Befinden zu erweitern.

Konkrete Empfehlungen zu Sport, schwerem Heben, Autofahren und Arbeitsfähigkeit erhalten Sie von uns passend zu Ihrem Operationsverlauf und Ihrer beruflichen Belastung.

Untersuchung und Beratung

Wenn bei Ihnen Gallensteine festgestellt wurden oder Sie unter wiederkehrenden Oberbauchbeschwerden leiden, klären wir gemeinsam mit Ihnen, ob Ihre Beschwerden tatsächlich durch die Gallenblase verursacht werden und ob eine Operation sinnvoll ist.

Dabei besprechen wir mit Ihnen auch den Ablauf der laparoskopischen Operation, den stationären Aufenthalt und die Zeit nach dem Eingriff.

Knochenbrüche

Diagnostik und Behandlung von Knochenbrüchen

Wir behandeln Knochenbrüche an Armen und Beinen sowie am Schultergürtel – sowohl konservativ als auch operativ.

Ob ein Knochenbruch operiert werden sollte, hängt unter anderem von der Art des Bruches, seiner Stellung und Stabilität, möglichen Begleitverletzungen sowie Ihren individuellen Anforderungen ab.

Nicht jeder Knochenbruch muss operiert werden. Wenn eine konservative Behandlung sinnvoll ist, verwenden wir moderne Schienen- und Verbandstechniken. Ist eine Operation erforderlich, führen wir diese abhängig von der Verletzung ambulant oder stationär durch.

Röntgendiagnostik

Zur Beurteilung eines vermuteten Knochenbruchs ist in vielen Fällen eine Röntgenuntersuchung erforderlich. Auch im Verlauf der Knochenheilung können Kontrollaufnahmen notwendig sein.

Die erforderliche Röntgendiagnostik können wir direkt in unserer Praxis durchführen. Wenn bereits aktuelle Röntgenaufnahmen oder andere bildgebende Untersuchungen vorliegen, bringen Sie diese bitte zu Ihrem Termin mit.

Handgelenksbruch

Handgelenksbrüche gehören zu den häufigsten Knochenbrüchen. Typischerweise entstehen sie bei einem Sturz auf die ausgestreckte Hand.

Besonders häufig ist die Speiche unmittelbar oberhalb des Handgelenks betroffen (distale Radiusfraktur). Die Brüche können jedoch sehr unterschiedlich verlaufen.

Muss ein Handgelenksbruch operiert werden?

Nicht jeder Handgelenksbruch benötigt eine Operation. Entscheidend sind insbesondere die Stellung der Knochen, die Stabilität des Bruches, eine mögliche Beteiligung der Gelenkfläche und Ihre individuellen funktionellen Anforderungen.

Stabile Brüche können häufig mit einer Schiene oder einem Gipsverband behandelt werden. Bei instabilen oder deutlich verschobenen Brüchen kann eine operative Stabilisierung die bessere Behandlung sein.

Wie wird ein Handgelenksbruch operiert?

Wenn eine operative Behandlung erforderlich ist, verwenden wir bei distalen Radiusfrakturen häufig eine volare winkelstabile Plattenosteosynthese.

Dabei werden die Bruchstücke wieder in ihre möglichst anatomische Position gebracht und über einen Zugang an der Beugeseite des Handgelenks mit einer speziellen Platte stabilisiert.

Die stabile Versorgung soll eine frühzeitige funktionelle Nachbehandlung des Handgelenks und der Finger ermöglichen. Welches Verfahren für Ihren Bruch geeignet ist, entscheiden wir anhand des konkreten Befundes.

Sprunggelenksbruch

Sprunggelenksbrüche gehören ebenfalls zu den häufigen Verletzungen. Sie entstehen typischerweise durch ein Umknicken oder Verdrehen des Fußes und können einen oder mehrere knöcherne Anteile des Sprunggelenks betreffen.

Muss ein Sprunggelenksbruch operiert werden?

Ob eine Operation erforderlich ist, hängt vor allem von der Stabilität des Sprunggelenks, der Stellung der Bruchstücke und möglichen Verletzungen der Bandverbindungen ab.

Stabile und nicht oder nur gering verschobene Brüche können in geeigneten Fällen konservativ behandelt werden. Instabile oder verschobene Frakturen müssen häufig operativ wieder in eine korrekte Stellung gebracht und stabilisiert werden.

Wie wird ein Sprunggelenksbruch operiert?

Ziel der Operation ist es, die anatomische Form und Stabilität des Sprunggelenks möglichst genau wiederherzustellen.

Je nach Verletzung kommen unterschiedliche Platten, Schrauben oder weitere Stabilisierungstechniken zum Einsatz.

Die operative Behandlung führen wir abhängig von der Art Ihrer Verletzung und Ihrer individuellen Situation ambulant oder stationär mit ein bis zwei Übernachtungen durch.

Voruntersuchung, Operation und Nachbehandlung können dabei durch uns erfolgen. So bleibt Ihre Behandlung möglichst kontinuierlich in einer Hand.

Schlüsselbeinbruch

Das Schlüsselbein verbindet den Schultergürtel mit dem Brustkorb. Ein Bruch entsteht häufig durch einen direkten Sturz auf die Schulter, beispielsweise beim Sport oder Fahrradfahren.

Neben der körperlichen Untersuchung ist für die genaue Beurteilung des Bruchverlaufs in der Regel eine Röntgenuntersuchung erforderlich.

Muss ein Schlüsselbeinbruch operiert werden?

Viele wenig verschobene und stabile Schlüsselbeinbrüche können ohne Operation ausheilen.

Bei stärker verschobenen oder verkürzten Brüchen, bestimmten Mehrfragmentfrakturen oder anderen ungünstigen Verletzungsmustern kann eine operative Stabilisierung sinnvoll sein.

Welche Behandlung für Sie die besseren Voraussetzungen für eine gute Heilung bietet, entscheiden wir anhand der Frakturform und Ihrer individuellen Situation.

Minimalinvasive Stabilisierung mit ESIN/TEN

Bei geeigneten Schlüsselbeinbrüchen bevorzugen wir die minimalinvasive intramedulläre Stabilisierung mit ESIN/TEN.

Dabei wird eine elastische Titanschiene über einen kleinen Hautschnitt in den Markraum des Schlüsselbeins eingebracht und der Knochen von innen stabilisiert.

Ein besonderer Vorteil dieses Verfahrens ist der kleine operative Zugang. Die längere Narbe unmittelbar über dem Schlüsselbein, die bei einer Plattenosteosynthese erforderlich ist, kann bei geeigneten Frakturen vermieden werden. Das führt insbesondere zu einem deutlich günstigeren kosmetischen Ergebnis.

Die ESIN/TEN-Versorgung passt damit zu unserem grundsätzlichen Ziel, einen Knochenbruch mit möglichst geringer zusätzlicher Verletzung der umgebenden Weichteile stabil zu versorgen.

Plattenosteosynthese

Nicht jeder Schlüsselbeinbruch eignet sich für eine intramedulläre Stabilisierung. Bei entsprechenden Frakturformen führen wir deshalb auch eine Plattenosteosynthese durch.

Welches Verfahren bei Ihnen sinnvoller ist, hängt insbesondere von Lage und Form des Bruches, der Verschiebung der Knochenanteile und möglichen Begleitverletzungen ab.

Weitere Knochenbrüche

Neben den hier ausführlicher beschriebenen Verletzungen behandeln wir zahlreiche weitere Knochenbrüche des Bewegungsapparates.

Ausgenommen sind insbesondere Verletzungen von Schädel, Wirbelsäule und Becken, die einer entsprechend spezialisierten Versorgung zugeführt werden.

Nach Untersuchung und Bildgebung besprechen wir mit Ihnen, ob eine konservative Behandlung ausreicht oder ob eine operative Stabilisierung sinnvoll ist.

Unser Ziel ist dabei nicht grundsätzlich die operative Behandlung, sondern das für Ihre jeweilige Verletzung geeignete und bewährte Verfahren.

Materialentfernung

Nach einer operativen Versorgung eines Knochenbruchs können Platten, Schrauben, Drähte oder andere Implantate im Körper verbleiben.

Diese Implantate müssen nicht grundsätzlich entfernt werden. Ob eine Materialentfernung sinnvoll ist, hängt unter anderem von der Art und Lage des Implantats, Ihren Beschwerden, Ihrem Alter und der sicheren knöchernen Heilung ab.

Vor einer geplanten Materialentfernung prüfen wir deshalb zunächst, ob das Implantat entfernt werden sollte und ob der geeignete Zeitpunkt dafür erreicht ist.

Ambulant oder stationär?

Viele Materialentfernungen sind kleinere operative Eingriffe und können ambulant durchgeführt werden. Bei umfangreicheren Eingriffen kann eine stationäre Behandlung sinnvoll sein.

Je nach Eingriff kommen örtliche Betäubung, Regionalanästhesie oder Vollnarkose infrage.

Welche Vorgehensweise bei Ihnen sinnvoll ist, besprechen wir nach Untersuchung und Beurteilung der vorhandenen Implantate gemeinsam mit Ihnen.

Hand & Fuß

Viele Erkrankungen an Hand, Ellenbogen und Fuß können zunächst konservativ behandelt werden. Wenn Beschwerden trotz geeigneter Behandlung bestehen bleiben oder ein mechanisches Problem vorliegt, kann ein kleiner operativer Eingriff sinnvoll sein.

Zahlreiche dieser Operationen führen wir ambulant durch. Welches Verfahren für Sie geeignet ist, richtet sich nach Ihrem Befund, Ihren Beschwerden und Ihren individuellen Anforderungen.

Karpaltunnelsyndrom

Beim Karpaltunnelsyndrom wird der Mittelnerv (Nervus medianus) im Bereich des Handgelenks eingeengt. Er verläuft dort gemeinsam mit mehreren Sehnen durch den Karpaltunnel.

Typisch sind Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Schmerzen insbesondere an Daumen, Zeige- und Mittelfinger sowie an einem Teil des Ringfingers. Häufig treten die Beschwerden nachts auf und können Sie aus dem Schlaf wecken.

Bei länger bestehender ausgeprägter Nervenschädigung können zusätzlich Gefühlsstörungen, eine verminderte Geschicklichkeit oder eine Schwäche der Daumenmuskulatur auftreten.

Wann ist eine Operation sinnvoll?

Leichtere Beschwerden können zunächst konservativ behandelt werden. Bei anhaltenden oder ausgeprägten Beschwerden und insbesondere bei nachgewiesener Schädigung des Nervs kann eine operative Entlastung sinnvoll sein.

Vor einer geplanten Operation sollte die Diagnose in der Regel durch eine neurologische Untersuchung mit Messung der Nervenleitgeschwindigkeit abgesichert sein.

Wie wird das Karpaltunnelsyndrom operiert?

Bei der Operation wird das über dem Karpaltunnel liegende Band (Retinaculum flexorum) durchtrennt. Dadurch erhält der eingeengte Mittelnerv wieder mehr Raum.

Wir führen die Operation ambulant über einen kleinen Zugang an der Handinnenfläche durch.

Kribbeln und nächtliche Schmerzen bessern sich nach erfolgreicher Entlastung häufig rasch. Bereits länger bestehende Taubheitsgefühle oder Nervenschädigungen können dagegen deutlich mehr Zeit zur Erholung benötigen und sich bei schwerer Vorschädigung unter Umständen nicht vollständig zurückbilden.

Schnellender Finger

Beim schnellenden Finger (Digitus saltans) gleitet die Beugesehne nicht mehr ungehindert durch ihr Ringband. Dadurch kann der Finger beim Beugen oder Strecken schmerzhaft hängen bleiben und anschließend plötzlich weiterschnellen.

Manchmal muss der betroffene Finger sogar mit der anderen Hand wieder gestreckt werden. Häufig besteht zusätzlich eine druckschmerzhafte Verdickung im Bereich der Handinnenfläche.

Wie wird ein schnellender Finger behandelt?

Bei leichteren oder erst seit kurzer Zeit bestehenden Beschwerden können zunächst konservative Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen.

Bei anhaltendem oder ausgeprägtem Schnappen kann die mechanische Engstelle durch einen kleinen operativen Eingriff beseitigt werden.

Ringbandspaltung

Bei der Ringbandspaltung wird das einengende A1-Ringband über einen kleinen Hautschnitt eröffnet. Die Beugesehne kann anschließend wieder frei gleiten.

Wir führen diesen Eingriff ambulant durch. Die Finger können nach der Operation frühzeitig wieder bewegt werden.

Wann Sie Ihre berufliche Tätigkeit wieder aufnehmen können, hängt insbesondere davon ab, wie stark Sie Ihre Hand dabei belasten müssen.

Tennis- & Golferellenbogen

Schmerzen an der Außen- oder Innenseite des Ellenbogens entstehen häufig im Bereich der Sehnenansätze der Unterarmmuskulatur.

Beschwerden an der Außenseite werden als Tennisellenbogen (Epicondylitis lateralis), Beschwerden an der Innenseite als Golferellenbogen (Epicondylitis medialis) bezeichnet.

Dafür müssen Sie weder Tennis noch Golf spielen. Wiederholte oder ungewohnte Belastungen von Hand und Unterarm können die Beschwerden ebenfalls auslösen.

Wann wird operiert?

Die Behandlung erfolgt zunächst in aller Regel konservativ. Eine Operation kommt insbesondere bei länger anhaltenden Beschwerden infrage, wenn eine konsequente nichtoperative Behandlung keine ausreichende Besserung erreicht hat.

Operation nach Hohmann/Wilhelm

Bei entsprechender Indikation führen wir einen kleinen operativen Eingriff nach Hohmann/Wilhelm durch.

Dabei werden schmerzleitende Nervenfasern im Bereich des betroffenen Epicondylus denerviert. Je nach Befund wird zusätzlich der überlastete Muskel- beziehungsweise Sehnenansatz entlastet.

Den Eingriff führen wir ambulant durch. Abhängig von der individuellen Situation kann die Operation in örtlicher Betäubung oder in Narkose erfolgen.

Die Dauer der anschließenden Arbeitsunfähigkeit richtet sich vor allem nach Ihrer beruflichen Belastung. Bei körperlich belastenden Tätigkeiten muss mit einer entsprechend längeren Erholungsphase gerechnet werden.

Eingewachsener Zehennagel

Beim eingewachsenen Zehennagel (Unguis incarnatus) drückt der seitliche Nagelrand in den Nagelwall. Am häufigsten ist die Großzehe betroffen.

Daraus können Schmerzen, Schwellung und Entzündung entstehen. Bei fortgeschrittenen Befunden können sich Eiter und überschießendes entzündliches Gewebe – umgangssprachlich „wildes Fleisch“ – bilden.

Eine vollständige Entfernung des Nagels ist heute nur selten erforderlich. Entscheidend ist vielmehr, den einwachsenden seitlichen Nagelanteil und den dafür verantwortlichen Bereich der Nagelwurzel gezielt zu behandeln.

Phenolverödung

Bei geeigneten Befunden verwenden wir überwiegend die partielle Nagelentfernung mit Phenolverödung der seitlichen Nagelmatrix.

Dabei wird nur der störende seitliche Anteil des Nagels entfernt. Anschließend wird der entsprechende schmale Anteil der Nagelwurzel mit Phenol behandelt, damit dort möglichst kein neuer Nagelrand mehr nachwächst.

Der überwiegende Teil des Nagels bleibt dabei erhalten.

Emmert-Plastik

Bei ausgeprägteren oder fortgeschrittenen Befunden kann eine Emmert-Plastik die geeignetere Behandlung sein.

Hierbei werden der betroffene seitliche Nagelanteil und der zugehörige Bereich der Nagelmatrix operativ entfernt.

Welches der beiden Verfahren bei Ihnen sinnvoller ist, entscheiden wir anhand des örtlichen Befundes.

Beide Eingriffe führen wir ambulant in örtlicher Betäubung durch.

Hallux valgus

Beim Hallux valgus weicht die Großzehe zunehmend in Richtung der kleineren Zehen ab. Je nach Ausprägung kann die Fehlstellung zu Schmerzen und funktionellen Beschwerden führen.

Ob eine operative Behandlung sinnvoll ist und welches Verfahren infrage kommt, hängt vom individuellen Befund ab.

Wir führen operative Korrekturen des Hallux valgus in ausgewählten Fällen durch. Eine Vorstellung zur Operationsplanung ist deshalb nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.

Haut & Weichteile

Viele kleinere Veränderungen der Haut und des Unterhautgewebes können wir direkt in unserer chirurgischen Praxis untersuchen und – wenn erforderlich – ambulant entfernen.

Dazu gehören insbesondere Lipome, auffällige oder störende Hautveränderungen, Warzen und Ganglien. Welches Vorgehen sinnvoll ist, hängt von Art, Größe und Lage der Veränderung ab.

Abszesse & akute Entzündungen

Abszesse sind abgekapselte Eiteransammlungen im Gewebe. Typisch sind eine schmerzhafte Schwellung, Rötung und Überwärmung. Die Beschwerden können innerhalb kurzer Zeit deutlich zunehmen.

Auch entzündete Atherome („Grützbeutel“), Furunkel und Karbunkel können zu ausgeprägten lokalen Entzündungen oder Abszessen führen.

Bitte nicht mehrere Wochen auf einen regulären Termin warten

Bei einer schmerzhaften, geröteten oder rasch zunehmenden Schwellung ist häufig eine kurzfristige chirurgische Untersuchung sinnvoll.

Bitte buchen Sie bei einem vermuteten Abszess deshalb nicht einfach den nächsten regulären Online-Termin in einigen Wochen, sondern nehmen Sie telefonisch Kontakt mit uns auf.

Unter 0431 97995 380 können wir klären, wie kurzfristig Sie sich bei uns vorstellen sollten.

Wie wird ein Abszess behandelt?

Hat sich bereits eine Eiteransammlung gebildet, reicht eine Behandlung mit Antibiotika allein häufig nicht aus. Dann kann es erforderlich sein, den Abszess chirurgisch zu öffnen und zu entlasten.

Viele dieser Eingriffe können wir ambulant durchführen. Das genaue Vorgehen richtet sich nach Größe, Lage und Ausprägung der Entzündung.

Atherom oder „Grützbeutel“

Ein Atherom ist eine gutartige Zyste der Haut beziehungsweise Unterhaut, die sich als langsam wachsender Knoten bemerkbar machen kann. Solange keine Entzündung besteht, kann ein störendes Atherom geplant entfernt werden.

Entzündet sich ein Atherom, können dagegen innerhalb kurzer Zeit Schmerzen, Rötung und eine erhebliche Schwellung entstehen. Dann richtet sich die Behandlung zunächst nach der akuten Entzündung.

Eine endgültige Entfernung des Atheroms kann gegebenenfalls erst nach Abklingen der akuten Entzündung sinnvoll sein.

Wann sollten Sie besonders kurzfristig ärztliche Hilfe suchen?

Bei rasch zunehmender Schwellung, starken Schmerzen, ausgeprägter Rötung oder Fieber sollten Sie nicht auf einen späteren Routinetermin warten.

Bei einer deutlichen Verschlechterung des Allgemeinzustandes, einer sich rasch ausbreitenden Entzündung oder anderen schweren Symptomen kann auch eine unmittelbare notfallmäßige ärztliche Behandlung erforderlich sein.

Lipome

Lipome sind gutartige Fettgewebsgeschwülste. Sie zeigen sich meist als weiche, unter der Haut liegende und gegenüber ihrer Umgebung verschiebliche Knoten.

Sie können an nahezu allen Körperregionen auftreten und bleiben häufig über lange Zeit unverändert. Manche Lipome nehmen jedoch langsam an Größe zu oder verursachen aufgrund ihrer Lage Beschwerden.

Muss ein Lipom entfernt werden?

Ein typisches Lipom muss nicht grundsätzlich operiert werden. Eine Entfernung kann sinnvoll sein, wenn es wächst, Schmerzen oder Druckbeschwerden verursacht, mechanisch stört oder die Diagnose nicht eindeutig erscheint.

Auch wenn Sie sich durch ein Lipom deutlich gestört fühlen, kann eine operative Entfernung infrage kommen.

Wie wird ein Lipom entfernt?

Kleinere und günstig gelegene Lipome entfernen wir in der Regel ambulant in örtlicher Betäubung.

Dabei achten wir auf einen möglichst kleinen Hautzugang und eine kosmetisch günstige Wundversorgung.

Bei größeren, tiefer gelegenen oder ungünstig lokalisierten Lipomen kann eine umfangreichere Diagnostik oder eine Operation in Narkose sinnvoll sein.

Entferntes Gewebe kann zur feingeweblichen Untersuchung eingesandt werden. Dadurch lässt sich die Diagnose unter dem Mikroskop sichern.

Leberflecken & Hautveränderungen

Hautveränderungen können aus medizinischen oder funktionellen Gründen entfernt werden. Dazu gehören beispielsweise störende oder auffällige Leberflecken und andere umschriebene Veränderungen der Haut.

Vor einer Entfernung beurteilen wir, ob eine chirurgische Behandlung in unserer Praxis sinnvoll ist oder ob zunächst eine hautärztliche Abklärung erfolgen sollte.

Wie erfolgt die Entfernung?

Geeignete Hautveränderungen entfernen wir ambulant in örtlicher Betäubung.

Wenn eine vollständige chirurgische Entfernung erforderlich ist, wird die Veränderung mit einem geeigneten Sicherheitsabstand herausgenommen und die Wunde anschließend möglichst gewebeschonend verschlossen.

Bei medizinisch relevanten oder unklaren Veränderungen wird das entfernte Gewebe zur feingeweblichen Untersuchung eingesandt.

Warzen

Warzen sind gutartige Hautveränderungen, die meist durch humane Papillomviren verursacht werden. Viele Warzen verschwinden von selbst oder lassen sich zunächst konservativ behandeln.

Eine chirurgische Behandlung kommt deshalb nicht bei jeder Warze infrage.

Bei hartnäckigen, schmerzhaften, mechanisch störenden oder diagnostisch unklaren Veränderungen prüfen wir, ob eine operative Entfernung sinnvoll ist.

Das geeignete Verfahren richtet sich nach Lage, Größe und Art der Veränderung.

Ganglien

Ein Ganglion – umgangssprachlich häufig als „Überbein“ bezeichnet – ist eine mit gallertartiger Flüssigkeit gefüllte Ausstülpung in der Nähe eines Gelenks oder einer Sehnenscheide.

Ganglien treten besonders häufig an Hand und Handgelenk sowie an den Fingern auf. Sie können als rundliche oder blasenartige Auftreibung sichtbar oder tastbar sein.

Manche Ganglien verursachen keine Beschwerden. Andere können bei Bewegung schmerzen, mechanisch stören oder durch Druck auf benachbarte Strukturen Beschwerden verursachen.

Muss ein Ganglion operiert werden?

Nein. Ein beschwerdefreies Ganglion muss nicht grundsätzlich entfernt werden.

Bei anhaltenden Beschwerden, wiederkehrenden Problemen oder deutlicher mechanischer Beeinträchtigung kann eine operative Entfernung sinnvoll sein.

Wie wird ein Ganglion entfernt?

Bei der Operation wird nicht nur die sichtbare Zyste entfernt. Wichtig ist auch, die Verbindung zum Gelenk beziehungsweise zur Sehnenscheide sorgfältig darzustellen und zu behandeln.

Geeignete Ganglien operieren wir ambulant. Das genaue Vorgehen richtet sich nach Größe und Lage des Ganglions.

Steißbein

Beschwerden in der Steißbeinregion können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Schmerzen nach einem Sturz oder eine chronische Coccygodynie müssen dabei klar von einer Steißbeinfistel (Sinus pilonidalis) unterschieden werden.

Steißbeinbeschwerden & Coccygodynie

Schmerzen am Steißbein (Coccygodynie) können unterschiedliche Ursachen haben. Häufig beginnen die Beschwerden nach einem Sturz auf das Gesäß, beispielsweise beim Sport oder durch einen Unfall.

Dabei kann das Steißbein geprellt, gebrochen oder in seiner Stellung verändert werden. Beschwerden können auch nach einer Geburt auftreten. Bei manchen Patientinnen und Patienten lässt sich dagegen kein einzelnes auslösendes Ereignis feststellen.

Welche Beschwerden sind typisch?

Typisch sind Schmerzen unmittelbar über dem Steißbein, insbesondere beim Sitzen auf harten Unterlagen oder beim Wechsel vom Sitzen zum Stehen.

Nach einer frischen Verletzung können zusätzlich Schwellungen oder Blutergüsse auftreten.

Die meisten akuten Steißbeinverletzungen bessern sich ohne Operation. Beschwerden können allerdings deutlich länger anhalten, als man zunächst erwartet.

Wie werden Steißbeinbeschwerden untersucht?

Zunächst sind die genaue Vorgeschichte und eine gezielte körperliche Untersuchung entscheidend.

Eine bildgebende Untersuchung ist nicht bei allen Steißbeinbeschwerden erforderlich. Abhängig vom Unfallmechanismus, der Dauer der Beschwerden und dem Untersuchungsbefund können Röntgenaufnahmen oder weitere bildgebende Verfahren sinnvoll sein.

Wie werden akute Steißbeinverletzungen behandelt?

Frische Prellungen und die meisten Steißbeinbrüche werden konservativ behandelt. Im Vordergrund stehen eine ausreichende Schmerzbehandlung und die Entlastung der schmerzhaften Region.

Beim Sitzen kann es helfen, die Belastung des Steißbeins durch eine geeignete Sitzunterlage zu reduzieren. Längeres schmerzhaftes Sitzen sollte zunächst vermieden werden.

Eine Operation ist bei einer frischen Steißbeinverletzung nur sehr selten erforderlich.

Was ist eine chronische Coccygodynie?

Bleiben die Schmerzen über einen längeren Zeitraum bestehen, spricht man von einer chronischen Coccygodynie.

Die Ursache kann beispielsweise eine anhaltende mechanische Reizung, eine veränderte Beweglichkeit oder Stellung einzelner Steißbeinsegmente oder eine Reizung der umgebenden Weichteile sein.

Bei länger bestehenden Beschwerden ist es deshalb wichtig, die mögliche Ursache nochmals gezielt zu untersuchen und andere Ursachen für Schmerzen in dieser Region auszuschließen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Auch bei länger bestehenden Beschwerden stehen zunächst nichtoperative Behandlungsmöglichkeiten im Vordergrund. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, richtet sich nach dem individuellen Befund.

Dazu können eine angepasste Schmerzbehandlung, gezielte physiotherapeutische Maßnahmen und weitere konservative Behandlungsverfahren gehören.

Wann kommt eine Operation infrage?

Eine operative Entfernung eines Teils oder des gesamten Steißbeins (Coccygektomie) kommt nur bei sorgfältig ausgewählten Patientinnen und Patienten mit ausgeprägten, dauerhaft bestehenden Beschwerden infrage.

Vor einer solchen Operation sollte möglichst nachvollziehbar sein, dass die Beschwerden tatsächlich vom Steißbein ausgehen und konservative Behandlungsmöglichkeiten keine ausreichende Besserung erreicht haben.

Ob eine operative Behandlung in Ihrer Situation sinnvoll sein könnte, besprechen wir nach einer ausführlichen Untersuchung individuell mit Ihnen.

Steißbeinfistel (Sinus pilonidalis)

Eine Steißbeinfistel (Sinus pilonidalis) ist eine Erkrankung der Haut und des Unterhautgewebes in der Gesäßfalte. Sie hat mit einem Knochenbruch oder einer Erkrankung des eigentlichen Steißbeins nichts zu tun.

Ausgangspunkt sind meist Haare, die in die Haut eindringen und dort eine entzündliche Reaktion hervorrufen. Es können kleine Öffnungen in der Haut entstehen, die als „Pits“ bezeichnet werden. Unter der Haut können sich daraus Fistelgänge oder größere entzündliche Hohlräume entwickeln.

Welche Beschwerden verursacht eine Steißbeinfistel?

Eine Steißbeinfistel kann lange Zeit kaum Beschwerden verursachen. Typisch sind kleine Öffnungen in der Gesäßfalte, aus denen gelegentlich Flüssigkeit oder Sekret austritt.

Bei einer Entzündung können Schmerzen, Rötung und Schwellung hinzukommen. Bildet sich ein Abszess, können die Schmerzen innerhalb kurzer Zeit erheblich zunehmen.

Wie wird die Diagnose gestellt?

In den meisten Fällen lässt sich ein Sinus pilonidalis bereits durch die Untersuchung der betroffenen Region erkennen. Eine aufwendige zusätzliche Diagnostik ist häufig nicht erforderlich.

Muss jede Steißbeinfistel operiert werden?

Nicht jeder zufällig entdeckte und vollkommen beschwerdefreie Befund muss unmittelbar operiert werden.

Bei wiederkehrender Sekretion, Schmerzen, Entzündungen oder Abszessen ist dagegen in der Regel eine chirurgische Behandlung sinnvoll.

Möglichst kleine Operation statt großer Wunde

Die operative Behandlung richtet sich nach der Ausdehnung und dem Stadium der Erkrankung. Unser Ziel ist es, wenn möglich ein gewebeschonendes Verfahren mit möglichst kleiner Wunde einzusetzen.

Bei geeigneten Befunden kann beispielsweise ein Pit-Picking durchgeführt werden. Dabei werden die kleinen Eintrittsöffnungen und die erkrankten Fistelanteile über sehr kleine Zugänge behandelt.

Solche Eingriffe können wir in geeigneten Fällen ambulant durchführen.

Bei ausgedehnteren oder bereits mehrfach voroperierten Befunden können andere Operationsverfahren erforderlich sein. Welches Verfahren bei Ihnen sinnvoll ist, entscheiden wir nach Untersuchung des individuellen Befundes.

Akuter Abszess

Eine plötzlich stark schmerzhafte, gerötete und geschwollene Steißbeinregion kann auf einen Abszess hinweisen. In diesem Fall sollte die Region kurzfristig chirurgisch untersucht werden.

Bei einem ausgeprägten Abszess steht zunächst die Entlastung der akuten Eiteransammlung im Vordergrund. Die weitere Behandlung der zugrunde liegenden Steißbeinfistel wird anschließend abhängig vom Befund geplant.

Proktologie & Intimchirurgie

Wir behandeln ausgewählte Erkrankungen der Analregion und führen verschiedene Eingriffe im Bereich der männlichen und weiblichen Intimchirurgie durch.

Viele dieser Eingriffe können ambulant durchgeführt werden. Welche Behandlung und welche Form der Betäubung sinnvoll sind, besprechen wir individuell mit Ihnen.

Analvenenthrombose

Eine Analvenenthrombose zeigt sich typischerweise als plötzlich entstandener, häufig stark schmerzhafter Knoten unmittelbar am After. Ursache ist ein Blutgerinnsel in einer oberflächlichen Vene am Analrand.

Trotz des Begriffs „Thrombose“ handelt es sich dabei nicht um eine tiefe Venenthrombose und normalerweise auch nicht um eine gefährliche Erkrankung mit dem Risiko einer Lungenembolie.

Muss eine Analvenenthrombose operiert werden?

Kleinere Analvenenthrombosen können sich unter konservativer Behandlung von selbst zurückbilden.

Bei einer frischen, ausgeprägt schmerzhaften Analvenenthrombose kann dagegen eine kleine chirurgische Behandlung sinnvoll sein. Ob ein Eingriff noch einen Vorteil bietet, hängt unter anderem von Größe, Beschwerden und Dauer des Befundes ab.

Deshalb sollten Sie bei einer neu aufgetretenen, stark schmerzhaften Schwellung am After möglichst kurzfristig einen Termin vereinbaren.

Geeignete Befunde können wir ambulant in örtlicher Betäubung behandeln.

Marisken – störende Hautfalten am After

Marisken sind weiche Hautfalten am Analrand. Sie sind gutartig und können beispielsweise nach früheren Analvenenthrombosen zurückbleiben, aber auch unabhängig davon entstehen.

Häufig verursachen Marisken überhaupt keine Beschwerden. Größere Hautfalten können jedoch die Analhygiene erschweren und dadurch Hautreizungen, Juckreiz oder wiederkehrende Entzündungen begünstigen.

Auch ein ausgeprägtes persönliches oder kosmetisches Störempfinden kann Anlass sein, sich beraten zu lassen.

Entfernung von Marisken

Bei entsprechenden Beschwerden können störende Marisken operativ entfernt werden. Der Eingriff ist in geeigneten Fällen ambulant möglich.

Gerade in der Analregion sind eine sorgfältige Planung und zurückhaltende Entfernung wichtig, damit ausreichend elastische Haut erhalten bleibt.

Welche Form der Betäubung und welche Nachbehandlung sinnvoll sind, richtet sich nach dem individuellen Befund.

Vorhautverengung & Beschneidung

Bei einer Vorhautverengung (Phimose) lässt sich die Vorhaut nicht oder nur unter Beschwerden über die Eichel zurückziehen.

Bei Jugendlichen und Erwachsenen kann dies unter anderem zu Schmerzen bei Erektion oder Geschlechtsverkehr, wiederkehrenden Entzündungen oder Problemen bei der Intimhygiene führen.

Eine nicht zurückziehbare Vorhaut bei kleinen Kindern ist dagegen häufig noch physiologisch und muss nicht automatisch behandelt werden.

Zirkumzision

Wenn eine operative Behandlung erforderlich oder eine Beschneidung aus persönlichen, kulturellen oder religiösen Gründen gewünscht ist, kann eine Zirkumzision durchgeführt werden.

Dabei wird die Vorhaut teilweise oder vollständig entfernt. Umfang und gewünschtes kosmetisches Ergebnis werden vor dem Eingriff besprochen.

Wir führen die Zirkumzision ambulant durch. Je nach Alter, Befund und individuellen Voraussetzungen kommt eine örtliche Betäubung oder Vollnarkose infrage.

Bis die Wunde vollständig abgeheilt ist, sollten stärkere mechanische Belastungen sowie Geschlechtsverkehr vermieden werden. Die individuelle Empfehlung erhalten Sie bei der Nachkontrolle.

Vasektomie

Die Vasektomie ist eine dauerhafte Methode der Empfängnisverhütung beim Mann. Dabei werden beide Samenleiter unterbrochen.

Erektion, Orgasmus und Hormonproduktion werden durch den Eingriff nicht beeinträchtigt. Auch die Menge des Ejakulats verändert sich für den Patienten kaum wahrnehmbar.

Eine Vasektomie sollte als dauerhafte Entscheidung bei abgeschlossener Familienplanung betrachtet werden. Eine spätere Wiederherstellung der Samenleiter ist zwar grundsätzlich möglich, aber aufwendiger und führt nicht zuverlässig wieder zur Zeugungsfähigkeit.

Der Eingriff

Wir führen die Vasektomie ambulant durch. Sie kann in örtlicher Betäubung oder auf Wunsch beziehungsweise bei entsprechender Indikation in Vollnarkose erfolgen.

Wichtig: zunächst weiter verhüten

Unmittelbar nach der Operation besteht noch keine sichere Unfruchtbarkeit, da sich noch Spermien in den ableitenden Samenwegen befinden können.

Deshalb muss zunächst weiterhin verhütet werden. Erst nach entsprechender Kontrolle des Ejakulats (Spermiogramm) und ärztlicher Bestätigung kann auf die bisherige Verhütung verzichtet werden.

Labienkorrektur

Vergrößerte oder asymmetrische innere Schamlippen können funktionelle Beschwerden verursachen. Möglich sind beispielsweise Schmerzen oder mechanische Reizungen beim Radfahren, Reiten, Laufen, bei enger Kleidung oder beim Geschlechtsverkehr.

Manche Frauen empfinden die Form oder Asymmetrie ihrer inneren Schamlippen außerdem als ästhetisch störend.

Form und Größe der Labien unterscheiden sich von Frau zu Frau erheblich. Eine große oder asymmetrische Ausprägung ist deshalb für sich genommen keine Erkrankung.

Labienverkleinerung

Bei entsprechenden Beschwerden oder einem ausgeprägten persönlichen Behandlungswunsch kann eine operative Verkleinerung der inneren Schamlippen (Labioplastik) durchgeführt werden.

Ziel ist eine individuell abgestimmte Verkleinerung unter Erhalt einer natürlichen Form und Funktion. Das gewünschte Ergebnis und die Grenzen des operativ Sinnvollen besprechen wir vor dem Eingriff ausführlich mit Ihnen.

Wir führen den Eingriff in geeigneten Fällen ambulant in Narkose durch.

Nach der Operation muss mit einer vorübergehenden Schwellung und Wundempfindlichkeit gerechnet werden. Sport, stärkere mechanische Belastung und Geschlechtsverkehr sollten bis zur ausreichenden Wundheilung pausiert werden.

Operationen kombinieren

Wenn bei Ihnen ohnehin eine Operation geplant ist, kann es manchmal sinnvoll sein, einen weiteren notwendigen oder gewünschten Eingriff in derselben Sitzung durchzuführen.

Dadurch lassen sich unter Umständen eine zusätzliche Narkose, ein weiterer Operationstermin und eine zweite Erholungsphase vermeiden.

Ob zwei Eingriffe tatsächlich miteinander kombiniert werden können, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab: insbesondere von Art und Dauer der Operationen, den Operationsgebieten, der Narkose und Ihrem individuellen Gesundheitszustand.

Können Ihre Operationen kombiniert werden?

Wählen Sie den Eingriff aus, der bei Ihnen hauptsächlich geplant ist. Sie erhalten eine erste Einschätzung, welche zusätzlichen Eingriffe grundsätzlich infrage kommen könnten.

Die Auswahl ersetzt keine individuelle Operationsplanung. Ob eine Kombination in Ihrem Fall sinnvoll und medizinisch möglich ist, entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen.

Über uns

MARE MED Chirurgie Gunstmann

In unserer chirurgischen Praxis betreuen wir Sie von der ersten Untersuchung über eine eventuell notwendige Operation bis zur Nachbehandlung. Ambulante und stationäre Operationen führen wir sowohl im MARE Klinikum in Kronshagen als auch im Sankt Elisabeth Krankenhaus Kiel durch.

Ärztliches Team

Rainer Gunstmann

Rainer Gunstmann

Facharzt für Chirurgie
Facharzt für Unfallchirurgie

Ich verfüge über langjährige Erfahrung in der ambulanten und stationären Chirurgie.

Nach meiner fachärztlichen Ausbildung war ich mehrere Jahre als Oberarzt im Krankenhaus und als Leitender Notarzt tätig. Heute liegt ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit auf schonenden und minimalinvasiven Operationsverfahren.

Wichtig ist mir eine persönliche und kontinuierliche Betreuung. Untersuchung, Beratung, Operationsentscheidung und Nachbehandlung gehören für mich zusammen.

Verstärkung ab Januar 2027

Eine weitere erfahrene Fachärztin verstärkt unser ärztliches Team.

Sie wechselt aus oberärztlicher Tätigkeit zu uns und erweitert die chirurgische Versorgung unserer Patientinnen und Patienten in Kiel und Kronshagen.

Weitere Informationen zu unserer neuen Kollegin folgen in Kürze.

Unser Praxisteam

Unser Praxisteam begleitet Sie durch die gesamte Behandlung: von der Termin- und Sprechstundenorganisation über die Assistenz bei Untersuchungen und Eingriffen bis zur Vor- und Nachbehandlung.

Sonja Gunstmann

Sonja Gunstmann

Examinierte Krankenschwester
OP-Schwester
Praxismanagement

Ayse Sapmaz

Ayse Sapmaz

Medizinische Fachangestellte
Sprechstundenorganisation

Jana Küter

Auszubildende zur Medizinischen Fachangestellten
3. Lehrjahr

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Wir suchen Dich!

Medizinische Fachangestellte (m/w/d)

Wir möchten unser Praxisteam verstärken.

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Für unser Team der MARE MED Chirurgie Gunstmann suchen wir eine Medizinische Fachangestellte (m/w/d) oder eine vergleichbar qualifizierte medizinische Fachkraft – in Voll- oder Teilzeit.

Wir sind eine moderne chirurgische Praxis mit einem breiten ambulanten und operativen Behandlungsspektrum und Teil des MARE MED Praxisverbundes mit mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Ihr Arbeitsplatz bei uns ist vielseitig: Sie betreuen unsere Patientinnen und Patienten in der Sprechstunde, übernehmen organisatorische Aufgaben und assistieren bei Untersuchungen und Eingriffen. Dabei arbeiten Sie eigenständig in unserem chirurgischen Team und sind gleichzeitig Teil eines größeren Praxisverbundes.

Was Sie bei uns erwartet

Übertarifliche Bezahlung und eine betriebliche Altersvorsorge gehören für uns ebenso zu einem guten Arbeitsplatz wie verlässliche Rahmenbedingungen. Wir bieten geregelte Arbeitszeiten ohne Wochenend-, Nacht- oder Bereitschaftsdienste.

Die Stelle ist in Vollzeit oder Teilzeit möglich. Fort- und Weiterbildungen unterstützen wir ausdrücklich. Parkmöglichkeiten, Arbeitskleidung und Getränke stellen wir ebenfalls zur Verfügung.

Uns sind ein kollegiales Miteinander, gegenseitige Unterstützung und ein respektvoller Umgang wichtig. Wir wünschen uns Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Verantwortung übernehmen, mitdenken und eigene Ideen einbringen. Erfahrung in der Chirurgie ist willkommen, aber keine Voraussetzung.

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